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Tom-Sawyer-Gefühl mit dem neuen "PonTOM"

(SonntagsNachrichten vom 30.09.2007)

HAVELBERG (jp). Die Kiebitzberg Schiffswerft knüpft an die 300-jährige Werft-Geschichte der Stadt Havelberg an. Wo einst Zar Peter I. in die Kunst des Schiffbaus eingeweiht wurde, findet man heute eine Werft der besonderen Art. Als Anlaufpunkt für Wasserwanderer zwischen Hamburg und Berlin wird hier Service rund ums Boot angeboten. Auf 28.000 Quadratmetern Betriebsfläche finden die Kunden alles vom Boots-Liegeplatz für den Sommer, über Bootsmotoren (incl. Service) der Firmen Mercury und Suzuki, Yachtrefit und -Elektrik bis hin zum Schiffsneubau.

2006 wurde in der Werft das Katamaranfloß "PonTOM" entwickelt. "Ein Expeditionsfloß, das es in verschiedenen Ausbaustufen gibt", erklärt Andreas Lewerken. Mit der Eigenentwicklung kommt echtes Tom-Sawyer-Gefühl auf. Die Ausbaumöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Ob mit Zelt, Ruderstand, Sonnensegel, Grillplatz und schicken Bordmöbeln ... Der "PonTOM" wird zu einem ganz eigenen, individuellen Freizeitvergnügen. Der extrem geringe Tiefgang und das umweltfreundliche Fahrverhalten (z.B. beim Betrieb mit einem Elektromotor) macht den "PonTOM" zum idealen Begleiter für Naturliebhaber und Wasserwanderer. Als Antriebsvarianten kommen auch die Außenbordmotoren der Partnerfirmen Suzuki und Mercury in Betracht, die Kiebitzberg auch für Wassersportfreunde mit kleineren und größeren Motorbooten bereithält. Die ultimative Abenteuervariante bietet die Möglichkeit, das eigene Zelt zu montieren und das Floß mit Muskelkraft zu bewegen. Der "PonTOM" wird für das Fahrgebiet C zertifiziert. Damit reicht der Aktionsradius über den kleinen Fluß hinaus bis in den Bereich größerer Seen und bestimmter küstennaher Gewässer. Mit diesem Produkt erweitert Kiebitzberg das Angebot für Freizeitskipper. Die Steganlagen der Haus-Marina wurden aus dem werfteigenen Alu-G-System errichtet, das auch für private und öffentliche Bootsanleger, Badeplattformen und Schwimmstege eingesetzt wird.

Neben den innovativen Produktentwicklungen wird auch die Entwicklung des Firmengeländes ständig vorangetrieben. "Wir befinden uns derzeit wieder in einer Investitionsphase", erklärt Werft-Chef Andreas Lewerken. So wurde gerade die komplette Werftstraße saniert, was für den innerbetrieblichen Transport von hoher Bedeutung ist. Außerdem wurde die Heizungsanlage von Öl auf Hackschnitzelverbrennung umgerüstet. Das habe nicht nur umwelttechnische Vorteile, sondern komme auch der Qualität zugute, so Lewerken. Denn durch das moderne Verfahren kann nun auch die Schiffbauhalle durchgehend beheizt werden. Für die Produktion und die Konservierung ist das ein großer Vorteil, der im Schiffbau schon auf Grund der hohen Kosten sonst eher nicht zu finden ist. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.kiebitzberg.de.

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